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K.O. Tropfen

K.o.-Tropfen sind immer wieder Gesprächsstoff beim Feiern. Über Anzahl, Häufigkeit und unterschiedliche Arten von K.o.-Tropfen ist bislang nur wenig bekannt. Dennoch ist die potenzielle Gefahr nicht zu unterschätzen.

 

K.o.-Tropfen können zu kurzzeitigen Bewusstseinsveränderungen bis hin zu Bewusstlosigkeit führen und in Kombination mit Alkohol schnell lebensbedrohlich werden. Manche Menschen nutzen die hilflose Lage anderer bewusst aus – oft mit dem Ziel, sie auszurauben oder sexuell zu missbrauchen.

 

PartyHeart verurteilt ausdrücklich jegliche Verwendung von K.o.-Tropfen!

K.o.-Tropfen können zu kurzzeitigen Bewusstseinsveränderungen bis hin zu Bewusstlosigkeit führen und in Kombination mit Alkohol schnell lebensbedrohlich werden. Manche Menschen nutzen die hilflose Lage anderer bewusst aus – oft mit dem Ziel, sie auszurauben oder sexuell zu missbrauchen.

PartyHeart verurteilt ausdrücklich jegliche Verwendung von K.o.-Tropfen!

  • "K.o.-Tropfen" ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Substanzen.

     

    Die geläufigsten sind:

    • GHB (Gamma-Hydroxybutyrat) 

    • GBL (Gamma-Butyrolacton)

    • Benzodiazepine (wie z. B. Valium oder Rohypnol)

    • Ketamin

     

    Aber Achtung: Dies sind längst nicht alle Mittel, die im Umlauf sind. Auch Tabletten, Beruhigungspillen, Putzmittel und viele andere Mittel wurden schon benutzt, sodass Toxikolog/innen von über 100 möglichen Substanzen ausgehen.

  • K.o.-Tropfen werden meist heimlich in ein Getränk getan, sodass betroffene Personen nicht wissen, was sie zu sich nehmen. Je nach Substanz, Dosis und Kombination mit anderen Drogen oder Alkohol kann es lebensgefährlich für die betroffene Person werden. Zudem kann es zu weiteren Straftaten kommen, da sich betroffene Personen oft nicht mehr wehren können.

     

    K.o.-Tropfen können im schlimmsten Fall zum Tod führen!

     

    Neben der (unbemerkten) oralen Verabreichung von Substanzen gibt es immer wieder auch Berichte über "Needle Spiking": Personen werden heimlich mit einer Spritze gestochen, möglicherweise um so Substanzen zu injizieren - ebenfalls mit dem Ziel, die betroffene Person wehrlos zu machen.

    Bei dieser Form der Verabreichung kommt noch das Infektionsrisiko durch Spritzen (beispielsweise mit Hepatitis) hinzu.

  • Es gibt keine eindeutigen Erkennungsmerkmale von K.o.-Tropfen, da diese je nach Substanz, Dosis und körperlicher Verfassung ganz unterschiedlich wirken können.

    Manchmal setzt die Wirkung schon nach wenigen Minuten ein und sie kann bis zu mehreren Stunden andauern. Manche der Symptome können mit Alkoholkonsum verwechselt werden. Dies sowie die Tatsache, dass K.o.-Tropfen heimlich verabreicht werden, macht es schwierig, sie zu erkennen.


    Dennoch kannst du auf ein paar typische Anzeichen achten.


    Bei dir selbst:

    • Plötzlicher Schwindel, Übelkeit oder extreme Müdigkeit, anders als sonst bei Alkohol

    • Du fühlst dich plötzlich verwirrt, desorientiert oder benommen

    • Du hast Lücken im Gedächtnis, obwohl du nicht viel getrunken hast

    • Dein Körper fühlt sich ungewohnt schwach oder taub an

    • Dein Herzschlag ist plötzlich sehr schnell oder sehr langsam

    • Du hast das Gefühl, die Kontrolle über deinen Körper zu verlieren

    • Du schläfst plötzlich ein und erinnerst dich später kaum an etwas

    • Starke Übelkeit, Erbrechen oder starker Kater am nächsten Tag, stärker als gewohnt


    Bei anderen:

    • Jemand wirkt sehr betrunken, obwohl er/sie wenig getrunken hat

    • Plötzliche Sprachstörungen oder Koordinationsprobleme

    • Die Person wirkt verwirrt, starr oder abwesend

    • Sie kann sich kaum auf den Beinen halten oder kippt um

    • Sie schläft plötzlich tief und ist kaum ansprechbar

    • Blackouts oder Erinnerungslücken, die nicht zum Alkoholkonsum passen

    • Kleidung ist verrutscht, oder es gibt Hinweise auf Gewalt, aber die Person kann sich an nichts erinnern

  • Eine absolute Sicherheit gibt es leider nicht. Aber wenn du auf ein paar Dinge achtest, kannst du das Risiko minimieren heimlich K.o.-Tropfen verabreicht zu bekommen und vor allem einer weiteren Straftat zum Opfer zu fallen.

    • Achte auf dein Getränk: Lass es niemals unbeaufsichtigt irgendwo stehen und nimm keine offenen Getränke von fremden Personen an.

    • Achte auch auf deine Freunde und dein Umfeld. Denn Personen, die K.o.-Tropfen bekommen haben, sind oft selbst nicht mehr in der Lage, ihre Situation zu erkennen und zu handeln. Umso wichtiger ist es, dass ihr alle aufeinander aufpasst und wisst, was ihr im Ernstfall tun könnt.

    • Achtung: Schnelltests in Form von Armbändern und Co bieten keine Sicherheit! Sie können lediglich eine von vielen möglichen Substanzen nachweisen und auch das funktioniert nicht zuverlässig.

     
    Sei lieber einmal zu viel aufmerksam, als einmal zu wenig!

  • Wenn du betroffen bist, bist nicht du schuld.

    Wenn du den Verdacht hast, dass du oder eine andere Person K.o.-Tropfen verabreicht bekommen hat, handle schnell!

     

    Lass die Person auf keinen Fall allein. Wenn du selbst betroffen bist, bleibe bei Menschen, denen du vertraust.

     

    Hole so schnell wie möglich Hilfe oder lass Hilfe holen: Informiere das Personal an der Theke, im Eingangsbereich oder im Veranstaltungsbereich.

    Hilfe holen ist stark, nicht schwach.

     

    Wenn es dir oder einer anderen Person sehr schlecht geht:

    Ruf die allgemeine Notfallnummer: 112

    Oder die Ambulanz: 144.

     

    Wenn sich eine Folgestraftat abzeichnet oder sich bereits ereignet hat:
    Ruf die Polizei: 117.

     

    Im Kantonsspital Schaffhausen kannst du bei Verdacht auf K.o.-Tropfen eine Spurensicherung vornehmen lassen. Die Kosten hierfür werden vom Kanton übernommen. Du musst dafür keine Anzeige erstatten - du hast aber das Recht es zu tun.

     

    Wichtig: Substanzen lassen sich meist nur wenige Stunden lang nachweisen. Auch hier ist schnelles Handeln gefragt.

     

    Im Nachhinein: Hilfe und Unterstützung kannst du dir jederzeit, auch im Nachhinein bei der Fachstelle für Gewaltbetroffene Schaffhausen holen.

     

    Weitere Beratungs- und Anlaufstellen findest du hier.

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